Kleine Menschen, großes Selbstvertrauen
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Selbstvertrauen beginnt früher, als wir denken
Selbstvertrauen ist eines der größten Geschenke, die wir einem Kind mit aufbauen helfen können, und sein Fundament wird erstaunlich früh gelegt. Lange bevor ein Kind seine Schuhe binden kann, bildet es ein leises, tiefes Gefühl dafür, ob es fähig ist, ob es geliebt wird und ob die Welt ein sicherer Ort zum Ausprobieren ist. In den Vorschuljahren wird dieses innere „Ich kann das" weniger durch Lob geprägt als durch die alltägliche Erfahrung, dass man ihm vertraut, es ermutigt und es ausprobieren lässt.
Echtes Selbstvertrauen heißt nicht, dass ein Kind sich für das Beste hält oder vor jeder Schwierigkeit bewahrt wird. Es ist der stetige innere Glaube, dass es Dinge bewältigen kann, dass Anstrengung zählt und dass es geliebt wird, ob es gelingt oder scheitert. Diese Art Selbstvertrauen wird Stein für Stein in den kleinen Begegnungen gewöhnlicher Tage gebaut.
Wie kleine Kinder Selbstvertrauen aufbauen
Die alltäglichen Zutaten
- Dinge selbst ausprobieren dürfen, auch wenn es langsamer oder unordentlicher ist
- Sich sicher geliebt fühlen, unabhängig von der Leistung
- Dass seine Gefühle ernst genommen statt abgetan werden
- Kleine, echte Verantwortungen, die zeigen, dass man ihm vertraut und es fähig ist
- Viel freies Spiel, in dem es seine eigene Welt lenkt und meistert
Warum „Ich allein!" wichtig ist
Wenn ein Vorschulkind darauf besteht, die Jacke selbst anzuziehen oder Wasser selbst einzugießen, ist die Versuchung groß einzuspringen. Doch jedes Mal, wenn ein kleines Kind eine kleine Aufgabe für sich meistert, legt es einen weiteren Stein in sein Gefühl von Können. Es ein wenig kämpfen und allein gelingen zu lassen, tut für das Selbstvertrauen weit mehr, als es perfekt für es zu erledigen.
Ein selbstbewusstes Kind fördern
- Anstrengung loben, nicht nur das Ergebnis – „Du hast dich da richtig angestrengt" baut mehr auf als „Du bist so klug".
- Helfen und beitragen lassen – echte kleine Aufgaben im Haushalt zeigen, dass es zählt und etwas kann.
- Nicht sofort retten – gib ihm einen Moment, ein kleines Problem selbst zu lösen.
- Den Interessen folgen – Kinder wachsen im Selbstvertrauen bei Dingen, die sie wirklich lieben.
- Bedingungslos und hörbar lieben – dein Kind soll wissen, dass deine Liebe nicht vom Richtigmachen abhängt.
„Zu viele Menschen überschätzen, was sie nicht sind, und unterschätzen, was sie sind." – Malcolm Forbes
Der Unterschied zwischen Lob und Ermutigung
Es mag überraschen, dass ständiges Lob – „braves Mädchen!", „du bist so klug!", „toll!" – nicht immer der Selbstvertrauensbau ist, den wir uns vorstellen. Wird alles über den grünen Klee gelobt, kann Lob seine Bedeutung verlieren, und Kinder werden vom Urteil des Erwachsenen abhängig, statt ein eigenes Gefühl der Zufriedenheit zu entwickeln. Schlimmer noch: Ein Kind für „Klugsein" oder „Talent" zu loben, kann leise lehren, dass Fähigkeit feststeht, sodass es sich nicht an Schweres traut, aus Angst zu scheitern und das Etikett zu verlieren.
Ermutigung wirkt anders und baut meist robusteres Selbstvertrauen. Statt das Ergebnis zu bewerten, bemerkt sie die Anstrengung und das Erleben des Kindes: „Du hast so hart an dem Turm gearbeitet" oder „Du siehst richtig stolz auf dein Bild aus." Das hilft Kindern, mit ihrem eigenen Gefühl des Gelingens in Kontakt zu kommen, und lehrt, dass Anstrengung und Ausdauer zählen. Zu beschreiben, was du siehst, statt es zu benoten, lässt dein Kind auch eine eigene Meinung über seine Arbeit bilden.
Das heißt nicht, dass du deine Freude an deinem Kind zurückhalten sollst – Wärme und Liebe sind das Fundament des Selbstvertrauens. Es heißt nur, viel konkrete, anstrengungsbezogene Ermutigung neben den Umarmungen und dem Jubel einzuweben. Ein Kind, das hört „Du hast weiter versucht, auch als es knifflig war", lernt etwas weit Beständigeres als eines, das immer nur „gut gemacht" hört.
Wenn ein Kind zu kämpfen scheint
Manche Kinder sind von Natur aus vorsichtiger oder sensibler, und das ist völlig normal – Selbstvertrauen ist nicht dasselbe wie laut oder offen zu sein. Doch wenn dein Kind anhaltend ängstlich wirkt, sehr schnell aufgibt oder vor Dingen zurückschreckt, die es einmal mochte, lohnt ein ruhiges Wort mit dem Arzt oder der Kita. Frühe Ermutigung kann einem zögerlichen Kind helfen, auf seine eigene leise Art aufzublühen.
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